Donnerstag, 1. November 2007

GLOSSAR DES POKER

POKERBEGRIFFE
Action => Anderer Ausdruck für "setzen", "einen Einsatz tätigen".
Anfangsblatt => Die beiden verdeckten Karten, die jeder Spieler zu Spielbeginn erhält.
Ante => Betrag, den jeder Spieler vor Spielbeginn in den Pot einzahlen muss. Antes sind bei Stud und Draw Poker üblich, jedoch nicht bei Hold'em und Omaha.
Bad Beat => Ein gutes Blatt, das von einem anfangs schwachen Blatt geschlagen wird.
Bankroll => Der gesamte einem Spieler zur Verfügung stehende Geldbetrag.
Big Blind => Zwangseinsatz, den der Spieler setzen muss, der zwei Plätze links vom Dealer-Button sitzt. Er entspricht dem niedrigeren Einsatzlimit in einem Spiel. Bei einem 10-20 Spiel würde der Big Blind $10 betragen.
Blind => Zwangseinsatz bei Hold'em und Omaha, den die ersten beiden Spieler vor dem Dealer-Button in den Pot einzahlen müssen. Siehe auch "Small Blind" und "Big Blind".
Bluff => Trotz einer schlechten Hand setzen, in der Hoffnung, sein Blatt durch die einschüchternde Wirkung des Einsatzes durchzubringen.
Board => Die fünf Gemeinschaftskarten, die für alle Spieler sichtbar sind und von allen zur Bildung ihres Blatts verwendet werden können.
- Flop : Die ersten drei ausgeteilten Gemeinschaftskarten.
- Turn : Die vierte Gemeinschaftskarte.
- River : Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte.
Bring-in => Beim Stud Poker: Einsatz, der in der allerersten Wettrunde getätigt werden muss. Normalerweise muss der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte einen solchen Zwangseinsatz bringen; bei manchen Spielen ist der Spieler mit der höchsten offenen Karte dazu verpflichtet. Der Bring-in gilt jedoch nur in der ersten Wettrunde. In allen weiteren Runden KANN der Spieler mit dem höchsten offenen Blatt auf dem Board zuerst setzen, er muss es aber nicht.
Bust => Bust“ (oder „pleite“) sind Sie, wenn Sie Ihren gesamten Chipstapel bzw. Ihre gesamte Bankroll verloren haben.
Button => Markiert den virtuellen Geber (Dealer), der sich nach jedem Blatt im Uhrzeigersinn von einem Spieler zum nächsten Spieler bewegt. Der Spieler, der am Button sitzt, ist immer als Letzter am Zug. Folglich ist der Spieler links vom Button, in der frühen Position, immer als Erster an der Reihe.
Call => Mitgehen, den gleichen Betrag wie der Vorgänger setzen.
Cap => Pro Einsatzrunde sind maximal drei Erhöhungen möglich. Die letzte Erhöhung wird „Cap“ genannt.
Check => Das Recht zu setzen weitergeben. Ein Spieler kann nicht checken, sobald jemand anderes einen Einsatz getätigt hat. Zu diesem Zeitpunkt muss der Spieler mitgehen (Call), erhöhen (Raise) oder passen (Fold). Wenn jedoch bislang noch niemand gesetzt hat, kann der Spieler checken, womit das Recht zu setzen an den nächsten Spieler übergeht.
Check-raise => Eine Taktik, bei der man zunächst checkt und so ein schlechtes Blatt andeutet, in der Absicht, zu erhöhen, nachdem jemand anderes gesetzt hat.Check-Raises sind bei allen Casino-Pokerspielen erlaubt; bei manchen privaten Pokerrunden sind sie verpönt.
Connector => Ein Anfangsblatt mit zwei aufeinander folgenden Karten, z. B. J-10, A-K und 7-8.
Cracked => Wenn es gelingt, ein hervorragendes Anfangsblatt aus zwei Assen zu schlagen, gelten die Asse als „gecrackt“.
Dominated => Ein Blatt, das einem anderen unterlegen ist, wird „dominiert“. So ist beispielsweise ein Ass und ein Bube einem Ass und einem König unterlegen, wenn ein Ass am Board liegt. Das unterlegene Blatt hat einen niedrigeren Kicker (J) und somit eine geringe Gewinnchance.
Draw-Blatt => Ein Blatt, das nur mit einer bestimmten Gemeinschaftskarte gewinnen kann – am häufigsten in Verbindung mit einem Straight oder Flush. Zum Beispiel wäre ein Anfangsblatt mit Pik J10 bei einem Flop mit Pik 8, Pik 9 und Herz Ass ein sehr gutes Draw-Blatt. In diesem Fall benötigen Sie eine Sieben oder eine Dame für einen Straight und ein beliebiges Pik für einen Flush. Wenn eine Dame oder eine Sieben ausgeteilt werden, erzielen Sie sogar einen Straight Flush! Erhalten Sie jedoch keine dieser Karten, ist Ihr Blatt völlig wertlos.
Drawing Dead => Ein Blatt, das nicht gewinnen kann, obwohl noch nicht alle Gemeinschaftskarten ausgegeben wurden.
Edge => Langfristig gleicht sich Glück und Pech im Spiel aus und allein das Spielkönnen entscheidet den Spielerfolg. Als „Edge“ bezeichnet man den leichten Vorteil eines Spielers, den er aufgrund seines Spielkönnens, eines größeren Chipstapels oder einer besseren Position gegenüber anderen hat.
Einsatzrunden => Jedes gespielte Pokerblatt besteht aus vier Einsatzrunden, die damit beginnen, dass der Spieler links vom Button (in der ersten Position) einen Spielzug setzt. Es gibt die folgenden Einsatzrunden:
- Pre-Flop : Die Einsatzrunde vor dem Flop.
- Flop-Runde : Der Flop wurde ausgeteilt und es wird gesetzt.
- Turn-Runde : Der Turn wurde ausgeteilt und es wird gesetzt.
- River-Runde : Die vierte und letzte Einsatzrunde. Danach kommt es zum Showdown.
Fifth Street => Die fünfte Gemeinschaftskarte bei Hold'em und Omaha (5th Street wird bei diesen Spielen häufiger auch als "River" bezeichnet). Manchmal auch die fünfte Karte, die man bei 7 Card Stud erhält.
Fish => Eine Bezeichnung - normalerweise von besseren Spielern gebraucht - für schlechte Spieler, die regelmäßig verlieren.
Flat Call => Mitgehen in einer Situation, in der eine Erhöhung möglich gewesen wäre.
Flop => Bei Hold'em und Omaha die ersten drei Gemeinschaftskarten, die gleichzeitig umgedreht werden.
Fold => Passen, aus dem Spiel aussteigen.
Fourth Street => Die vierte Gemeinschaftskarte bei Hold'em und Omaha (4th Street wird bei diesen Spielen häufiger auch als "Turn" bezeichnet). Manchmal auch die vierte Karte, die man bei 7 Card Stud erhält.
Freeroll => Ein Turnier, dessen Teilnahme gratis ist.
Gemeinschaftskarten => Die fünf Karten auf dem Board, die alle Spieler verwenden dürfen.
Grinder => Ein Spieler, der stundenlang kontinuierlich spielt, um langsam aber sicher eine große Bankroll aufzubauen.
Gutshot => Auch als Bauchschuss bezeichnet; ein Draw-Blatt, bei dem der Spieler hofft, eine Karte z. B. für einen Inside Straight zu erhalten, auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist.
Heads-up => Ein Pokerspiel, in dem nur zwei Teilnehmer gegeneinander spielen.
Hole cards => Verdeckte Karten, die die anderen Spieler nicht sehen können.
Hole Cards => Das Anfangsblatt; manchmal auch als Pocket Cards bezeichnet.
Inside Straight => Bei einem Flop mit 5, 9, Q und einer 6 und 7 in der Hand würde eine 8 einen Inside Straight ergeben.
Kicker => Auch als Beikarte bezeichnet; wenn zwei Spieler gleichwertige Blätter halten, wie z. B. dasselbe Paar, ist die höchste Karte, die nicht Teil des Paars ist, der Kicker und entscheidet über den Sieg. Siehe auch „Dominated“.
Limit => Der Dollarwert des Blinds; bestimmt, um welchen Betrag es in einem Spiel geht. Für ein $50-Limit-Spiel benötigen Sie einen viel größeren Chipstapel als für ein Spiel mit einem $0,50-Limit.
Limping => Beim Pre-Flop mit dem Big Blind mitgehen.
Narrowing the Field => Setzen oder erhöhen in der Hoffnung, dadurch Spieler aus dem Spiel zu drängen, die derzeit ein schlechteres Blatt haben als man selbst, sich jedoch verbessern könnten, wenn sie im Spiel bleiben.
Nuts, The => Das bestmögliche Blatt. Dieser Ausdruck wird fast immer im Zusammenhang mit einem bestimmten Blatt verwendet (sonst wäre "Nuts" nur ein anderer Ausdruck für Royal Flush). Bei Hold'em würde z.B. ein Spieler mit 8-9 auf der Hand "The Nuts" haben, wenn der Flop 6-7-10 wäre. In diesem Moment ist die Straße 6-7-8-9-10 das bestmögliche Blatt. Wenn jedoch die Turn Card ein Bube wäre und der River eine Königin, dann würde ein Spieler mit A-K auf der Hand "The Nuts" haben - mit einer Straße von 10-J-Q-K-A.
Open-ended Straight => Auch als „offene Straße“ bezeichnet; ein Straight-Draw, der zu beiden Seiten zu einem Gewinnblatt vervollständigt werden kann. Mit KQ in der Hand und einem Flop aus J10 hält ein Spieler einen Open-ended Straight Draw, der entweder mit einem Ass oder einer Neun vervollständigt werden kann. Siehe auch „Inside Straight“.
Outs => Die Anzahl der Möglichkeiten eines Spielers von der aktuellen Spielsituation aus betrachtet, den Pot zu gewinnen. Wenn er z. B. 99 in der Hand hält und für ein Gewinnblatt eine weitere 9 benötigt, so hätte er insgesamt zwei Outs.
Over Card => Pocket Card, deren Wert höher ist als jener der höchsten momentan am Board liegenden Karte. So sind ein Ass und ein König Over Cards gegenüber einem Flop mit 57J.
Pocket-Paar => Pocket Cards aus zwei gleichwertigen Karten, wie z. B. AA, KK, 77 oder 22.
Position => Die Position eines Spielers im Verhältnis zum Dealer-Button. Wenn sich der Button bewegt, bewegt sich auch die Spielerposition. Es gibt folgende Positionen:
- Frühe Position : Die ersten drei Plätze links vom Button (nach dem Button). Die schlechtesten Positionen, da diese Spieler als Erste am Zug sind.
- Mittlere Position : Die Plätze 4 bis 7 nach dem Button.
- Späte Position : Die
Plätze 8 und 9. An dieser Position haben Spieler einen Vorteil, da sie die Spielzüge der anderen Spieler bereits kennen.
- Am Button Position : Dieser Platz kommt als Letztes an die Reihe und hat damit einen Vorteil gegenüber der späten Position.
Pot => Das Geld in der Mitte des Tisches, das unter allen noch beteiligten Spielern ausgespielt wird.
Rag => Eine Gemeinschaftskarte mit geringem Wert, die wahrscheinlich keine Auswirkung auf den Ausgang eines Blatts hat.
Rake => Der Betrag, den das Casino aus dem Pot nimmt, um am Pokerspiel zu verdienen. Bei Spielen mit niedrigem Limit liegt der Rake des Casinos üblicherweise bei einem bestimmten Prozentsatz des Pots. Bei Spielen mit höherem Limit verdient das Casino entweder, indem es den Spielern eine Stundengebühr berechnet, oder für jedes Mal, wenn ein Spieler den Button hält, eine Gebühr erhebt.
Ring Game => Auch als Cash-Spiel bezeichnet; ein Einzeltischspiel, bei dem die Einsätze und Gewinne unmittelbar von den Chips der Teilnehmer bezahlt werden. Jedes Blatt wird einzeln betrachtet, weshalb Spieler jederzeit ein- und aussteigen können. Im Gegensatz dazu fließen die Einsätze beim Turnierspiel in einen gemeinsamen Preispool, der am Ende unter den besten Plätzen aufgeteilt wird.
River => Bei Hold'em und Omaha die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte. Auch Fifth Street.
Rock => Als sehr zurückhaltend bekannter Spieler, der normalerweise nur setzt oder erhöht, wenn er ein sehr gutes Blatt hat.
Set => Auch Drilling genannt; ein Pocket-Paar, das gemeinsam mit einer Gemeinschaftskarte einen Drilling bildet.
Showdown => Alle nach der letzten Einsatzrunde noch aktiven Spieler zeigen ihre Karten, um den Sieger zu bestimmen.
Small Blind => Zwangseinsatz, den der Spieler einen Platz links vom Dealer-Button bringen muss. Dieser entspricht normalerweise der Hälfte des niedrigeren Einsatzlimits in einem Spiel. Bei einem 10-20 Spiel wäre der Small Blind z.B. $5. Gelegentlich entspricht der Small Blind auch einem anderen Prozentsatz des Big Blind.
Stack the Pot => Den Pot gewinnen und ihn zum eigenen Chipstapel hinzufügen.
Steam => Vor Wut kochen; wenn ein Spieler seine Nerven verliert und beginnt, schlecht zu spielen.
Streak => Glückssträhne; mit jedem Blatt, das man erhält, gewinnen.
Suited/Off Suit => Karten gleicher/unterschiedlicher Farbe; ein Anfangsblatt mit gleicher Farbe – Herz, Treff, Pik oder Karo.
Tells => Verhaltensmuster, das Hinweise auf die Spielzüge und die Strategie eines Spielers gibt.
Tilt => Völlig ausrasten und wie ein Verrückter spielen. Dies tritt am häufigsten ein, wenn Spieler mehrere Bad Beats in Folge erhalten.
Trap => Andere Spieler dazu verleiten, weiterzuspielen und möglichst zu erhöhen, wenn man sich selbst absolut sicher ist, zu gewinnen.

BLATTBEZEICHNUNGEN
AA => Pocket Rockets, Bullets, American Airlines
KK => Cowboys, King Kong
QQ => Double Date, Canadian Aces, Siegfried and Roy
JJ => Fish Hooks
99 => Wayne Gretzky
88 => Snowmen
77 => Sunset Strip
66 => Route 66
55 => Speed Limit
44 => Magnum, Sail Boat
33 => Crabs
22 => Ducks
AK => Big Slick
AQ => Big Chick
AJ => Black Jack, Jack-Ass
KQ => Royalty, Marriage
KJ => Kojak
J5 => Jackson Five
Q3 => Gay Waiter
95 => Dolly Parton
A8 => Dead Man's Hand Im Jahr 1876 wurde ein Spieler namens Wild Bill Hickock erschossen, nachdem er mit diesem Blatt gewonnen hatte!
K9 => Canine
J4 => Flat Tyre

CHAT
nh => Nice hand (gutes Blatt)
vnh => Very nice hand (sehr gutes Blatt)
gg => Good going (gut gemacht)
lol => Laugh out loud (laut lachen)
tu => Thank you (Danke)
wtf => What the f***? (Was zum H...?)
str8 => Straight (Straße)
wp => Well played (gut gespielt)

POKER STRATEGIE

Bleiben Sie cool!
Unser Hot-Tip: Nerven zeigen! Wenn Sie zu einem Spieltisch kommen, beobachten Sie als erstes in Ruhe Ihre Spielgegner und versuchen Sie deren Spielverhalten zu eruieren. Wenn Sie an der Reihe sind, lassen Sie sich Zeit!
In unserer POKERSCHULE finden Sie alle Infos, die Sie zum Spielen benötigen - angefangen von einem Tutorial bis hin zu Pokerbegriffen und Blattbezeichnungen. Befolgen Sie diese Anleitung und beobachten Sie die Spielzüge der anderen Spieler.
Legen Sie sich eine Strategie zurecht und bleiben Sie dabei!
Je mehr Sie wissen, umso selbstbewusster können Sie spielen. Schon bald werden Sie in der Lage sein, die Spielzüge Ihrer Gegner wie ein Profi zu lesen. Wahrscheinlich werden Sie dann sogar vor ihnen wissen, was diese tun werden!


DIE COOLSTEN TIPPS
Verhaltensregeln beim Pokern
DOS:
Stellen Sie Fragen! Pokerspieler sind im Allgemeinen hilfsbereite, höfliche und freundliche Menschen.
Berechnen Sie Ihre Gewinnchancen.
Halten Sie sich an die Mathematik, und Sie werden gewinnen!
Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Wenn Sie vermuten, dass Sie verlieren, dann werden Sie das wahrscheinlich auch!
Denken Sie, bevor Sie handeln. Sie haben etwas Bedenkzeit, nutzen Sie diese!
Prägen Sie sich die drei Grundsätze ein: der Wert des Anfangsblatts ist entscheidend, die Bedeutung Ihrer Sitzposition und die Möglichkeit zu passen.
DON’TS:
Pokern Sie nicht, wenn Sie aufgeregt, müde oder wütend sind! Pokern erfordert einen klaren Verstand.
Versuchen Sie nicht, beim ersten Blatt zu bluffen. Sie würden wahrscheinlich feststellen, dass letzten Endes Sie selbst derjenige sind, der geblufft wird.
Spielen Sie nicht jedes Blatt. Lernen Sie rechtzeitig zu passen!


DREI GRUNDSATZE FUR HOLD'EM POKER
1- Beurteilen Sie den Wert Ihres Anfangsblatts richtig
Ihr Blatt unterscheidet sich von dem der anderen Spieler nur durch Ihre beiden Pocket Cards (Hole Cards). Das Wissen um das Spielen dieser Karten entscheidet Ihren Spielerfolg. Eine Kombination aus zwei Assen hat beispielsweise eine wesentlich bessere Gewinnchance als eine Kombination aus einer Sieben und einer Drei. Spielen Sie deshalb bei guten Anfangsblättern und passen Sie bei schlechten.
2- Verstehen Sie die Vorteile Ihrer Position am Tisch
Eine späte Position ist ein enormer Vorteil, da Ihre Gegner ihr Blatt preisgeben müssen, bevor Sie selbst am Zug sind. Nutzen Sie diesen Vorteil, wenn er sich anbietet. Ein gutes Anfangsblatt in einer frühen Position ist oft schlechter als ein schlechtes Blatt in einer späten Position.
3- Vergessen Sie nicht: Sie können PASSEN!
Egal welche Einsatzrunde: Wenn Sie nichts in der Hand haben und auf kein Blatt spekulieren können, legen Sie Ihren Stolz beiseite und passen Sie.

EINSATZLIMITS

Die geläufigsten Einsatzlimits sind Fixed Limits, keine Limits und Pot Limits.
Fixed Limit
In einem Spiel mit festem Limit ist der Betrag, um den erhöht werden kann, festgelegt. Erhöhungen sind nur um diesen bestimmten Betrag möglich.
- Small Bet und Big Bet
Das feste Limit ist oft von Setzrunde zu Setzrunde verschieden. Beim Fixed Limit Texas Hold'em beispielsweise müssen alle Einsätze und Erhöhungen in den ersten beiden Setzrunden ein Vielfaches des Big Blind betragen. In den letzten beiden Setzrunden müssen die Einsätze und Erhöhungen ein Vielfaches des doppelten Big Blind sein.
Beträgt beispielsweise der Big Blind $2 und Sie möchten in den ersten beiden Setzrunden erhöhen, müssen Sie um $2 erhöhen, also $4 setzen. Möchte ein anderer Spieler Ihre Erhöhung nochmals erhöhen, muss auch er um weitere $2 erhöhen, er muss demnach $6 setzen. Hat jedoch in den beiden letzten Setzrunden ein Spieler den Mindesteinsatz von $4 gebracht und Sie möchten erhöhen, müssen Sie um $4 erhöhen, also $8 setzen. Wenn ein anderer Spieler Ihre Erhöhung nochmals erhöhen möchte, so muss auch er um $4 erhöhen und somit $12 setzen.
- Cap
Wird mit einem festen Limit gespielt, so sind pro Setzrunde nur maximal vier Erhöhungen erlaubt. Dies sind der erste Einsatz, eine Erhöhung, eine weitere Erhöhung und die letzte Erhöhung – auch „Cap“ genannt.
In einem Spiel mit einem Limit von $2 beträgt der Gesamteinsatz für jeden Spieler nach den vier Erhöhungen demnach $8.
Kein Limit
In einem No-Limit-Spiel können Sie, sobald Sie an der Reihe sind, um so viel erhöhen wie Sie möchten und sogar alle Ihre Chips auf einmal setzen. Dennoch gibt es auch hier einige Beschränkungen.
- Tischeinsätze
Auch wenn Ihr Spiel kein Limit hat, können Sie nicht mehr setzen als der Betrag, der am Tisch liegt.
- Der Mindesteinsatz
Auch wenn Ihr Spiel kein Limit hat, gibt es für den Einsatz immer einen Mindestbetrag. Wenn Sie beispielsweise mit Blinds spielen, darf der Einsatz und die Erhöhung nie unter dem Big Blind liegen.
- Mindestbetrag bei abermaliger Erhöhung
Wenn in einer Setzrunde ein Spieler vor Ihnen erhöht hat und Sie nochmals erhöhen möchten, muss Ihre Erhöhung mindestens so hoch sein wie die letzte.
- Beispiel
Angenommen, der Big Blind beträgt $2 und ein Spieler zu Ihrer Rechten setzt $10, erhöht er somit um $8. Möchten Sie nochmals erhöhen, müssen Sie um mindestens weitere $8 erhöhen, also zumindest $18 setzen. Aber natürlich dürfen Sie, da es sich um ein No-Limit-Spiel handelt, auch mehr als $18 setzen.
Pot Limit
Manche halten Fixed-Limit-Spiele für langweilig, für andere wiederum sind No-Limit-Spiele zu riskant. Als eine Art Kompromiss gibt es die so genannten Pot Limits.
Pot Limit bedeutet, dass niemand mehr setzen kann als bereits im Pot ist. In frühen Setzrunden ist dies wahrscheinlich wesentlich weniger als Ihnen zur Verfügung steht. In späteren Setzrunden aber kann der Pot sehr rasch anwachsen, und Sie haben die Möglichkeit auch alle Ihre Chips zu setzen.
- Beispiel
Beträgt der Big Blind $2, sind im Pot $20 und eröffnen Sie diese Setzrunde, können Sie einen beliebigen Betrag zwischen $2 (den Mindesteinsatz) und $20 (dem Pot Limit) setzen.

ALL-IN UND SIDE POTS
All-in gehen
Sollten Sie ein wirklich starkes Blatt haben und ein anderer Spieler setzt mehr als Ihnen zur Verfügung steht, können Sie trotzdem mitgehen, indem Sie Ihre restlichen Chips in die Tischmitte schieben. Dann müssen Sie Ihr Blatt zeigen und gewinnen unter Umständen noch einen ganz passablen Pot.
Sie können jedoch nicht mehr von Ihrem Mitspieler gewinnen als den Betrag, den Sie selbst setzen. Setzt ein Spieler etwa $100 und Sie gehen mit, indem Sie $40 All-in setzen, erhält der andere Spieler $60 zurück, bevor die Blätter aufgedeckt werden.
Side Pots
Befinden sich mehr als zwei Spieler im Spiel und geht ein Spieler mit weniger Chips als die anderen All-in, wird es etwas komplizierter. Wie wir soeben gesehen haben, darf der Spieler mit weniger Chips mitgehen, die anderen Spieler setzen aber weiterhin gegeneinander und zahlen Chips in den Pot.
Wenn ein Spieler All-in geht, kann er keine Chips gewinnen, die in den Pot gezahlt werden, nachdem er All-in gegangen ist. Der All-in-Spieler darf nur um jenen Teil des Pots spielen, der dem Betrag entspricht, den er gebracht hat. Um dem gerecht zu werden, wird der Pot in einen Haupt-Pot und einen Side Pot geteilt. Der Haupt-Pot enthält die Chips, die der All-in-Spieler gewinnt, wenn er das beste Blatt hat. In den Side Pot werden die weiteren Einsätze gezahlt, also die Chips, die der All-in-Spieler nicht gewinnen kann, selbst wenn er das beste Blatt hat.
Wenn mehrere Spieler mit einer unterschiedlichen Anzahl an Chips im selben Spiel All-in gehen, werden mehrere Side Pots gebildet. Dann wird die Berechnung komplizierter. Durch die Poker-Software wird jedoch sichergestellt, dass jeder Spieler den richtigen Anteil am Pot erhält.

RANGFOLGE DER POKERBLATTER

Royal Straight Flush => Zehn, Bube, Königin, König, Ass derselben Spielfarbe.

Straight Flush => Straße mit fünf Karten derselben Spielfarbe.

Four of a Kind (Poker) => Das nächst höhere Blatt ist Four of a Kind (Poker), bestehend aus den vier Karten desselben Wertes und einer beliebigen fünften Karte, z.B. vier Siebenen:

Full House => Das nächst höhere Blatt ist das Full House. Es besteht aus einem Drilling und einem Paar, z.B.

Man bezeichnet es nach dem enthaltenen Drilling. Das Beispiel zeigt ein „Full House mit Sechsen”.

Flush (eine Farbe) => An nächster Stelle steht der Flush (eine Farbe), bestehend aus fünf Karten derselben Spielfarbe mit beliebigem Wert.

Das Beispiel zeigt einen „Flush mit Bube oben“.

Straight (Straße) => Ein Straight (Straße) besteht aus fünf Karten beliebiger Spielfarbe mit lückenlos aufeinander folgenden Werten.

Das Ass wird dabei entweder oben oder unten eingereiht. Für einen Straight braucht man natürlich nicht unbedingt ein Ass: Es reichen fünf beliebige Karten in Folge.

Three of a kind (Drilling) => Three of a kind (Drilling) besteht aus drei wertgleichen Karten neben zwei weiteren Karten, die kein Paar ergeben und unter denen nicht die vierte Karte desselben Wertes ist.

Das Beispiel würde man als „drei Neunen“ oder „Drilling mit Neunen“ bezeichnen.

Two Pair (zwei Paare) => Two Pair (zwei Paare) ist nach Drillingen das nächst höhere Blatt. Es besteht aus zwei Karten eines Wertes, zwei weiteren Karten eines anderen Wertes und einer fünften Karte eines dritten Wertes. Man bezeichnet es nach dem höheren der beiden Paare.

Das Beispielblatt wäre also mit „Zwei Paare mit Damen oben”.

One Pair (ein Paar) => One Pair (ein Paar) bezeichnet zwei wertgleiche Karten neben drei weiteren Karten, die zusammen mit den beiden anderen keines der oben gezeigten höherwertigen Blätter ergeben.

Das Beispielblatt zeigt ein Paar Könige.

POKER "Texas Hold'em"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 2 verdeckte Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => 5
Anzahl der Satzrunden => 4
Limits => Fixed LimitPot LimitNo Limit
Blinds oder Antes => Blinds
Texas Hold'em ist ein relativ neues Mitglied in der Pokerfamilie. Doch es ist die Variante, die in den letzten Jahren weltweit den größten Zuspruch fand. Die inoffizielle Weltmeisterschaft im Pokern wird im No Limit Texas Hold'em ausgetragen – ein Spiel, das auch der „Cadillac des Poker“ genannt wird.

DAS SPIEL
Bei Texas Hold'em erhalten Sie zwei Hole Cards, also Karten, die Ihre Mitspieler nicht sehen können. Dann werden nacheinander fünf Karten offen aufgelegt. Dies sind Gemeinschaftskarten, die alle Spieler verwenden können, um ein Pokerblatt aus fünf Karten zu bilden.
Bilden können Sie Ihr Pokerblatt entweder aus Ihren beiden Hole Cards gemeinsam mit drei Gemeinschaftskarten oder einer Hole Card mit vier Gemeinschaftskarten oder aus allen fünf Gemeinschaftskarten.
Der Spieler mit dem höchsten Pokerblatt gewinnt den Pot.
Blinds
Texas Hold'em wird mit Blinds gespielt. Vor dem Austeilen der Karten setzen die ersten beiden Spieler zur Linken des Dealers jeweils einen Small und einen Big Blind, um einen Grundeinsatz im Pot zu bilden.
Der Deal
Nachdem die Blinds erbracht wurden, erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten, Hole Cards genannt.
Dann folgt die erste Satzrunde beginnend mit dem Spieler zur Linken des Big Blind.
Der Flop
Nach der ersten Satzrunde werden drei Karten offen auf dem Tisch aufgelegt. Sie werden „Flop“ genannt.
Danach startet die zweite Satzrunde beginnend mit dem ersten aktiven Spieler zur Linken des Dealers.
Der Turn (Fourth Street)
Nach der zweiten Satzrunde wird die vierte Gemeinschaftskarte aufgedeckt. Sie wird „Turn“ genannt.
Danach folgt die dritte Satzrunde, wieder beginnend mit dem ersten aktiven Spieler zur Linken des Dealers.
Der River (Fifth Street)
Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte wird “River” genannt. Nun folgt die vierte und letzte Satzrunde. Wieder beginnt der erste aktive Spieler zur Linken des Dealers.
Wenn nach dieser Satzrunde noch mehr als ein Spieler im Spiel ist, kommt es zum Showdown.

SPIELTIPPS
Spielen Sie nur mit einem guten Anfangsblatt
Setzen Sie nicht, wenn Sie nur beliebige zwei Karten in der Hand halten! Bei zehn Spielern am Tisch ist es wahrscheinlich, dass ein anderer ein besseres Anfangsblatt hat als Sie. Wenn Sie mit dem zweitbesten Blatt am Spiel teilnehmen, hat ein Mitspieler größere Chancen, den Pot zu gewinnen.
Die Bedeutung der Sitzposition
Bei Texas Hold'em bleibt Ihre Position während der ganzen Spielrunde unverändert. Ein Spieler, der nach Ihnen an der Reihe ist, wird dies auch bis zum River sein. Eine frühe Position ist im Allgemeinen von Nachteil. Grundsätzlich sollten Sie, wenn Sie in einer Anfangsposition sitzen, nur sehr starke Blätter spielen. Im Gegensatz dazu ist der Vorteil auf Ihrer Seite, wenn Sie in einer späten Position sitzen.

POKER "Omaha"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 4 verdeckte Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => 5
Anzahl der Satzrunden => 4
Limits => Fixed LimitPot Limit
Blinds oder Antes => Blinds
Auf den ersten Blick sieht Omaha sehr ähnlich wie Texas Hold'em aus. Doch bei Omaha erhält jeder Spieler vier Karten, was Omaha eine interessante Komplexität verleiht.

DAS SPIEL
Bei Omaha erhalten Sie vier Hole Cards – Karten, die Ihre Mitspieler nicht sehen können. In der folgenden Spielrunde werden fünf Karten offen aufgelegt. Dies sind Gemeinschaftskarten, die alle Spieler verwenden können, um ein Pokerblatt aus fünf Karten zusammenzustellen.
Nachdem alle Karten ausgeteilt sind, müssen Sie zwei Ihrer Hole Cards mit drei Gemeinschaftskarten kombinieren, um das beste Pokerblatt zu bilden.
Blinds
Omaha wird mit Blinds gespielt. Vor dem Austeilen der Karten setzen die ersten beiden Spieler zur Linken des Dealers jeweils einen Small und einen Big Blind, um einen Grundeinsatz im Pot zu bilden.
Der Deal
Nachdem die Blinds gesetzt wurden, erhält jeder Spieler vier verdeckte Karten, Hole Cards genannt.
Danach folgt die erste Satzrunde, beginnend mit dem Spieler zur Linken des Big Blind.
Der Flop
Nach der ersten Satzrunde werden drei Karten offen auf dem Tisch aufgelegt. Sie werden „Flop“ genannt.
Dann startet die zweite Satzrunde beginnend mit dem ersten aktiven Spieler zur Linken des Dealers.
Der Turn (Fourth Street)
Nach der zweiten Satzrunde wird die vierte Gemeinschaftskarte aufgedeckt. Sie wird „Turn“ genannt.
Danach folgt die dritte Satzrunde, wieder beginnend mit dem ersten aktiven Spieler zur Linken des Dealers.
Der River (Fifth Street)
Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte wird “River” genannt. Nun folgt die vierte und letzte Satzrunde. Wieder beginnt der erste aktive Spieler zur Linken des Dealers.
Wenn nach dieser Satzrunde noch mehr als ein Spieler im Spiel ist, kommt es zum Showdown.

SPIELTIPPS
Poker – am besten passen!
Bei Omaha ist ein hervorragendes Blatt nicht so erfreulich, da Sie nur zwei davon verwenden dürfen. Wenn beispielsweise Ihre Hole Cards vier Könige sind, halten Sie nicht einen Poker in Händen! Tatsächlich können Sie nicht einmal einen Drilling bilden, da kein König mehr als Gemeinschaftskarte erscheinen wird.
Ebenso sind Ihre Chancen auf ein Flush, wenn Sie bereits vier Herzen halten, schlechter als mit nur zwei Herzen. Wenn Ihr Blatt aus zwei Herzen und zwei Pik besteht, sind Ihre Chancen auf ein Flush noch höher.
Lassen Sie sich also nicht täuschen, wenn Sie bei Omaha ein fantastisches Blatt halten.
Spekulieren auf eine hohe Straße
Bei Texas Hold'em ist nach dem Flop ein gemachtes Blatt (z. B. ein Drilling) normalerweise besser als eine „Drawing Hand“ – ein Blatt, das eine Verbesserung braucht, um zu gewinnen - (z. B. wenn Sie mit vier Karten auf eine Straße spekulieren). Bei Omaha ist dies nicht der Fall, da es sehr viele Möglichkeiten gibt, ein wirklich gutes Blatt zu bilden. Bei solchen Drawing Hands können Sie auch viel setzen.
Wenn Sie beispielsweise 10-9-6-5 in der Hand halten und der Flop K-8-7 ist, gibt es 20 Karten beim Turn oder River, mit denen Sie eine Straße bilden könnten: vier Vierer, drei Fünfer, drei Sechser, drei Neuner, drei Zehner und vier Buben.
Mit HA-PK-H10-P9 und einem Flop mit HD-HB-P3 gäbe es 22 Karten, mit denen Sie eine Straße oder einen Flush bilden könnten. Daneben gibt es noch 16 Karten, mit denen Sie eine Straße bilden könnten: vier Achter, drei Neuner, drei Zehner, drei Könige und drei Asse. Mit den neun übrigen Herzen könnten Sie einen Flush bilden, drei davon wurden jedoch bereits gezählt, da Sie mit Ihnen auch eine Straße zusammenstellen können: H8, H9 und HK.
In beiden Fällen haben Sie gleiche oder bessere Chancen gegenüber einem Spieler, der beim Flop einen Drilling hält.
Anfangsblätter mit mehrfach verwendbaren Karten
Mit vier Karten sind wesentlich mehr Kombinationen möglich als mit zwei. Da alle vier Karten mit jeder der anderen drei Karten kombiniert werden können, ist ein Omaha-Blatt nicht dasselbe wie zwei Texas-Blätter, sondern wie sechs. Achten Sie also bei Omaha auf Blätter, in denen Sie Ihre vier Karten mehrfach verwenden können.

POKER "Omaha Hi/Lo"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 4 verdeckte Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => 5
Anzahl der Satzrunden => 4
Limits => Fixed LimitPot Limit
Blinds oder Antes => Blinds

DAS SPIEL
Split Pot
Omaha Hi/Lo wird genauso gespielt wie Omaha mit einer Ausnahme: Beim Showdown gewinnt das höchste Blatt nur den halben Pot, während die zweite Hälfte an das beste niedrige Blatt geht.
Dies trifft jedoch nur dann zu, wenn ein Spieler ein gültiges niedriges Blatt vorweist. Gibt es im Spiel kein gültiges niedriges Blatt, so gewinnt das beste hohe Blatt den gesamten Pot.
Bedingungen für ein niedriges Blatt
Ein niedriges Blatt darf weder Karten enthalten, die höher als 8 sind, noch ein Paar oder einen höheren Wert.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass bei einem niedrigen Blatt keine Straßen und Flushes erlaubt sind. Beispielsweise gilt P8-P7-P6-P5-P4 als niedriges Blatt. (Gleichzeitig ist es aber auch ein sehr starkes hohes Blatt, nämlich ein Straight Flush.)
Bilden eines hohen und eines niedrigen Blatts
Genauso wie bei Omaha müssen Sie aus zwei Ihrer Hole Cards und drei Gemeinschaftskarten ein Pokerblatt bilden. Dabei können Sie jede beliebige Kombination von zwei Ihrer Hole Cards für das niedrige und das hohe Blatt verwenden. Sie können eine oder zwei Ihrer Hole Cards sowohl für das hohe als auch das niedrige Blatt nehmen, oder aber Sie verwenden zwei Karten für das hohe Blatt und die anderen beiden für das niedrige Blatt – ganz wie Sie wollen.
Wenn Sie beispielsweise A-K-10-2 in der Hand halten und die Gemeinschaftskarten A-A-7-6-4 sind, ist Ihr bestes hohes Blatt A-K + A-A-7 (Drilling) und Ihr bestes niedriges Blatt A- 2 + 7-6-4. Das Ass setzen Sie in beiden Blättern ein.
Aces up und Aces down
Bei Omaha Hi/Lo ist das Ass die höchste und gleichzeitig die niedrigste Karte. Deshalb ist das klassische Blatt A-2-3-4-5 („wheel”) so stark. Es ist das beste niedrige Blatt und gleichzeitig auch eine Straße und damit ein starkes hohes Blatt.

SPIELTIPPS
Scoping
Sie sollten immer versuchen, den gesamten Pot zu gewinnen – ein Vorgehen, das „Scoping“ genannt wird. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder haben Sie das beste hohe Blatt und das beste niedrige Blatt. Oder Sie haben das beste hohe Blatt und keiner Ihrer Mitspieler hat ein niedriges Blatt. Wenn Sie versuchen, nur den hohen oder den niedrigen Teil zu gewinnen, ist der Ertrag nur halb so groß.
Vierteln
Selbst wenn Sie das bestmögliche niedrige Blatt haben, können Sie nie sicher sein, ob Sie auch tatsächlich den halben Pot gewinnen. Es ist nämlich immer möglich, dass ein anderer Spieler dasselbe niedrige Blatt hat, sodass Sie den niedrigen Teil des Pots teilen müssen und Sie folglich nur ein Viertel des Pots erhalten. Das bedeutet, dass Sie für Ihr Blatt nur einen geringen Betrag erhalten. Tatsächlich könnten Sie sogar mit einem solchen Blatt Geld verlieren, wenn Sie nur ein Viertel des Pots gewinnen.
Natürlich kommt es auch vor, dass sich hohe Blätter ihren Anteil des Pots teilen müssen. Doch es gibt hohe Blätter, bei denen Sie mit Sicherheit vorhersagen können, dass kein anderer Spieler ein ebenso gutes Blatt hat.

POKER "Seven Card Stud"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 3 verdeckte Karten4 offene Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => Keine
Anzahl der Satzrunden => 5
Limits => Fixed Limit
Blinds oder Antes => Antes
Seven Card Stud ist die vielleicht am häufigsten gespielte Pokervariante der Welt. Ihr Ursprung geht zurück auf die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs.

DAS SPIEL
Bei Seven Card Stud erhalten die Spieler nacheinander je sieben Karten. Drei Karten davon werden verdeckt ausgeteilt, vier werden für alle Spieler sichtbar aufgelegt. Wenn alle Karten ausgeteilt sind, können Sie aus beliebigen fünf Ihrer sieben Karten das beste Pokerblatt bilden.
Antes
Seven Card Stud wird mit Antes gespielt. Vor dem Austeilen der Karten zahlt jeder Spieler einen Pflichteinsatz in den Pot. Der Ante beträgt normalerweise 10 % der Small Bet.
Der Deal
Nachdem die Antes erbracht wurden, erhält jeder Spieler drei Karten: zwei verdeckte und eine offene.
Danach folgt die erste Satzrunde, beginnend mit dem Spieler mit der niedrigsten aufgedeckten Karte. Wenn zwei Spieler gleich hohe Karten haben, beginnt der Spieler zur Linken des Dealers.
Der erste Spieler, der an der Reihe ist, muss setzen („Bring In"), er hat jedoch die Wahl zwischen einer Small Bet oder der Hälfte der Small Bet. Wenn der erste Spieler einen halben Einsatz zahlt, können die folgenden Spieler entweder mit dem Einsatz mitgehen oder ihn auf eine ganze Small Bet erhöhen (oder passen – passen ist immer möglich).
Fourth Street
Nach der ersten Satzrunde erhält jeder Spieler die vierte offene Karte.
Dann startet die zweite Satzrunde. Diese und die restlichen Satzrunden eröffnet der Spieler mit den besten offenen Karten.
Fifth Street
Jeder Spieler erhält die fünfte offene Karte.
Dann folgt die dritte Satzrunde, beginnend mit dem Spieler, der das beste Blatt aus drei Karten hat.
Sixth Street
Jeder Spieler erhält die sechste offene Karte.
Die vierte Satzrunde beginnt mit dem Spieler, der das beste Blatt aus vier Karten hat.
Seventh Street (River)
Jeder Spieler erhält eine siebte und letzte Karte. Sie wird verdeckt ausgeteilt.
Danach folgt die fünfte und letzte Satzrunde, abermals beginnend mit dem Spieler mit dem besten Blatt aus vier Karten.
Wenn nach den Satzrunden noch mehr als ein Spieler im Spiel ist, kommt es zum Showdown. Das beste hohe Blatt gewinnt den Pot.
Wenn nicht genügend Karten übrig sind, um allen verbleibenden Spielern eine siebte Karte auszuteilen, so wird der River offen aufgelegt. Er ist dann eine Gemeinschaftskarte, die von allen Spielern für ihr Pokerblatt verwendet werden kann.

SPIELTIPPS
Was ist ein gutes Anfangsblatt?
Ein starkes Anfangsblatt enthält entweder ein hohes Paar, einen Drilling, drei Karten eines Flush oder drei Karten einer Straße.
Karten im Spiel
Bei Seven Card Stud müssen Sie darauf achten, welche der Karten, die Sie selbst benötigen, Ihre Mitspieler erhalten.
Angenommen, Sie bekommen drei Herzen und möchten im Spiel bleiben und auf einen Flush spekulieren. Wenn jedoch Ihre Mitspieler zahlreiche Herzen erhalten, sinken Ihre Chancen auf den Flush.
Oder wenn Sie ein Paar Könige in der Hand halten, sind Ihre Chancen, einen der restlichen beiden Könige zu bekommen, so gut wie Null, wenn Sie einen davon im Blatt eines anderen Spielers sehen.
Können Sie schlagen, was Sie sehen?
Wenn Sie den Teil eines Blattes, der vor einem Spieler aufgedeckt liegt, nicht schlagen können, dann können Sie dieses Blatt auch sicherlich nicht schlagen, wenn die verdeckten Karten hinzukommen.

POKER "Seven Card Stud Hi/Lo"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 3 verdeckte Karten4 offene Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => Keine
Anzahl der Satzrunden => 5
Limits => Fixed Limit
Blinds oder Antes => Antes

DAS SPIEL
Split pot
Seven Card Stud Hi/Lo wird genauso gespielt wie Seven Card Stud mit einer Ausnahme: Beim Showdown gewinnt das höchste Blatt nur den halben Pot, während die zweite Hälfte an das beste niedrige Blatt geht.
Dies trifft jedoch nur dann zu, wenn ein Spieler ein gültiges niedriges Blatt vorweist. Gibt es im Spiel kein gültiges niedriges Blatt, so gewinnt das beste hohe Blatt den gesamten Pot.
Bedingungen für ein niedriges Blatt
Ein niedriges Blatt darf weder Karten enthalten, die höher als 8 sind, noch ein Paar oder einen höheren Wert.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass bei einem niedrigen Blatt keine Straßen und Flushes erlaubt sind. Beispielsweise gilt H6-H5-H4-H3-H2 als niedriges Blatt. (Gleichzeitig ist es aber auch ein sehr starkes hohes Blatt, nämlich ein Straight Flush.)
Bilden eines hohen und eines niedrigen Blatts
Beim Showdown verwenden Sie fünf Ihrer Karten, um ein hohes Blatt zu bilden, und fünf um ein niedriges Blatt zu bilden. Sie können ohne Einschränkung ein oder mehrere Karten für das hohe und das niedrige Blatt gleichzeitig verwenden.
Wenn Sie beispielsweise A-2-4-5-6-7-8 halten, würden Sie A-2-4-5-6 für Ihr niedriges Blatt und 4-5-6-7-8 für Ihr hohes verwenden.

SPIELTIPPS
Scoping
Ebenso wie bei Omaha Hi/Lo sollten Sie auch hier versuchen, den gesamten Pot zu gewinnen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie gewinnen sowohl den hohen als auch den niedrigen Teil oder Sie bilden das beste hohe Blatt, wenn es kein gültiges niedriges Blatt gibt.

POKER "Five Card Draw"

UBERSICHT
Ausgeteilte Karten pro Spieler => 5 verdeckte Karten+ 0-5 verdeckte Karten
Ausgeteilte Gemeinschaftskarten => Keine
Anzahl der Satzrunden => 2
Limits => Fixed LimitPot Limit
Blinds oder Antes => Blinds
Draw Poker ist wahrscheinlich die älteste Pokervariante. Bei Five Card Draw bekommen Sie keine Karten Ihrer Mitspieler zu sehen. Die einzigen Informationen, die Sie zu ihren Blättern erhalten, sind die Höhe ihrer Einsätze und die Anzahl der getauschten Karten.

DAS SPIEL
Bei Five Card Draw erhalten Sie fünf verdeckte Karten. Sie können einige oder alle wegwerfen und bekommen dafür eine entsprechende Anzahl neuer Karten. Der Spieler mit dem besten hohen Blatt gewinnt den Pot.
Blinds
Five Card Draw wird mit Blinds gespielt. Vor dem Austeilen der Karten setzen die ersten beiden Spieler zur Linken des Dealers jeweils einen Small und einen Big Blind, um einen Grundeinsatz im Pot zu bilden.
Der Deal
Nach dem Setzen der Blinds erhält jeder Spieler fünf Karten.
Der Draw
Nach der ersten Satzrunde kann jeder Spieler, der noch im Spiel ist, eine bis fünf Karten tauschen oder aber seine ursprünglichen Karten behalten („Stand Pat“). Diese Runde beginnt mit dem Spieler zur Linken des Dealers.
Wenn nach der zweiten Satzrunde noch mehr als ein Spieler im Spiel ist, kommt es zum Showdown. Das beste Blatt gewinnt den Pot.

SPIELTIPPS
Achten Sie auf Ihr Blatt
Ein allgemeiner Tipp ist, mit nicht weniger als einem hohen Paar in der Hand eine Satzrunde zu eröffnen. Und wenn ein Mitspieler den Pot eröffnet, benötigen Sie zumindest ein hohes Paar, um mitzugehen.
Seien Sie kein offenes Buch
Wenn Sie ein Paar in der Hand halten und drei Karten tauschen, wissen die anderen Spieler, dass Sie ein Paar haben. Wenn Sie immer zwei Karten tauschen, wenn Sie einen Drilling halten, ist es genauso einfach, Ihr Blatt zu erraten. Dasselbe gilt, wenn Sie immer tauschen, außer wenn Sie ein gemachtes Blatt haben.
Wenn Sie die Anzahl der getauschten Karten variieren, lassen Sie Ihre Mitspieler im Unklaren.